05.04.2017 –  aus der Kategorie: Umwelt-&Artenschutz

Gewässer in Deutschland - Zustand und Bewertung

Nur 9,01% unserer Fließgewässer sind in einem sehr guten (0,1%!) oder guten (9%) ökologischen Zustand. Bei den Stillgewässern sieht es nur unwesentlich besser aus.

Viele wichtige aber auch ernüchternde Zahlen, Fakten, Grafiken und Tabellen für jeden, der sich für Wasser und aquatische Lebensräume interessiert.

Interessant sind Textpassagen wie auf Seite 123: "Der hydromorphologische Zustand lässt sich verbessern, wenn dem Fluss durch Rückbau von Sohlen- und Uferbefestigungen, das Anbinden von Altarmen, Deichrückverlegungen oder Sohlenanhebungen die Eigendynamik zurückgegeben wird. Die lineare Durchgängigkeit würde der Gewässerfauna funktionstüchtige Habitate erschließen. Sie lässt sich oft wieder herstellen, ohne die Nutzung einzuschränken."

Aber auch die Aussage auf Seite 72 "Veränderungen der Uferstruktur sind für den ökologischen Zustand eines Sees von Bedeutung, wenn sie wesentliche Anteile der Uferlänge betreffen. Von einer Gefährdung des guten ökologischen Zustands wird ausgegangen, wenn 70 % der Uferlänge ohne gewässertypische Ausprägung sind." Liest sich nett, vor allem vor dem Hintergrund, dass durch die verschiedensten Behörden den bewirtschaftenden Vereinen Veränderungen i.d.R. untersagt werden oder wenn dies nicht möglich ist, so werden jedoch immer wieder Steine bzw. ganze Felsbrocken in den Weg gelegt, damit die Verbesserungsmassnahmen verteuert und somit für die Vereine unbezahlbar werden.

Auch wenn bei uns im Rheinland die meisten Seen nicht unter den "Schutz" der EG-WRRL fallen, so wäre ein guter bis sehr guter ökologischer Zustand der Gewässer (anhand der Massgaben der WRRL) erstrebenswert. Eine nachhaltige Bewirtschaftung ist ohne kaum zu erreichen. Vielleicht politisch gewollt?

==> hier geht es zur ganzen Broschüre

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