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17.04.2017 –  aus der Kategorie: Verband
Von: Hanns Hönigs

Gemeinsam gegen Angelverbote

AWZ, Natura 2000 in Niedersachsen oder aktuell in Sachsen-Anhalt - immer wieder liest man von Angelverboten aus Gründen falsch interpretiertem Naturschutz.

Sobald die "Schlagworte" FFH, Naturschutzgebiete (NSG) oder Natura 2000 auftauchen heißt es zuallererst einmal:

Angelverbot

Warum eigentlich? Wie würden die meisten der jetzt unter Schutz zu stellenden Gebiete ohne uns Angler aussehen? Wer hat sich in den letzten Jahrzehnten unentgeltlich für die Gewässer eingesetzt? Wer hat Wiederansiedlungsprojekte durchgeführt? Wer hat die Gewässer und die Uferstreifen unentgeltlich gereinigt? NABU, BUND und wie die Naturschutzverbände alle heißen?

NEIN, wir Angler waren das!

Natura 2000 ist dem Einen oder Anderen sicherlich schon ein Begriff. Hierbei handelt es sich um eine große Zahl von Schutzgebieten, die gemäß einer Richtlinie der Europäische Union durch die Bundesländer ausgewiesen werden sollen oder besser gesagt müssen. Denn Tatsache ist, dass Strafzahlungen der Länder fällig sind, wenn die entsprechenden Gebiete nicht ausgewiesen werden – was durchaus in Richtung von Erpressung geht.

Naturschutz ist ansich erst einmal nichts Verwerfliches. Im Gegenteil: Als Angler sind wir bekanntlich auch Naturschützer. Durch Arbeitsdienste, Besatzmaßnahmen und Wiederansiedlungsprojekte leisten wir einen großen Beitrag zum Naturschutz, der bei anderen bekanntlich oft an der Wasseroberfläche aufhört. Angeln ist gelebter Naturschutz! Wie wir aber alle wissen, sind es dennoch gerade wir Angler, die häufig von Einschränkungen und Verboten betroffen sind, welche in neuen Naturschutzgebieten in Kraft treten.

Wer in den zur Debatte stehenden Gebieten schon einmal unterwegs war, wird es bestätigen: es besteht meist eine malerische Landschaft mit intakter Tier- und Pflanzenwelt, welche durch die Menschen, also auch durch uns Angler, in keinster Weise beeinträchtigt wurde oder wird.

Hinzu kommt, dass es sich (wie z.B. in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern) oft um Gebiete handelt, welche zu denen mit der niedrigsten Bevölkerungsdichte überhaupt in Deutschland zählen und zusätzlich mit Abwanderung zu kämpfen haben.

Trotzdem will man aus diesen Flächen nun offenbar auch die letzten Menschen vollständig vertreiben, indem Naturschutzgebiete mit massiven Verboten entstehen sollen.

Warum steht in den Vorschriften immer als erstes "Angeln verboten" und dann weiter unten gibt es einige Ausnahmen, die das Angeln teilweise mit massiven Einschränkungen (Nachtangelverbot, komplettes Anfütterverbot, usw.) wieder erlauben? Man kann dann sagen: "Es hätte schlimmer kommen können" aber auch: "Nein, Naturschutz geht nur mit dem Menschen!"

Ganz schlimm wird es, wenn die entsprechenden Ministerien sogenannte "Fake-News" verbreiten, indem von "wenigen Kormoranen" oder aber, "die Verbotsvorgaben kommen aus der EU" die Rede ist. Um es ganz klar zu sagen:

Die EU fordert in den Vorgaben (FFH, Natura 2000 etc.) keine Angelverbote!

Also, werdet aktiv! Wenn Ihr aus betroffenen Regionen kommt, dann sprecht in Euren Angelvereinen das Thema an. Schreibt Protestbriefe oder -mails an das Umweltministerium und Eure Landtagsabgeordneten! Je größer der Widerstand gegen die Vorhaben ist, desto größer sind die Chancen, dass uns die genannten Verbote erspart bleiben.

Wichtig ist aber auch, informiert uns als Verband! Zusammen haben wir die Möglichkeit Einigkeit zu demonstrieren und zu beweisen, dass Angler eine Lobby haben.

Im Mai sind Landtags- und im September Bundestagswahlen - werbt für unsere Anliegen und gebt den Verbotsfreunden keine Chance.

Aktuelles

19.09.2017

Bericht des WDR über die Wuppertalsperre

sehenswerter Bericht vom 18.09.2017


17.09.2017

Info 3/2017 steht zum Download bereit

Die Informationsschrift für den Angler


16.09.2017

Coastal Cleaning Day 2017 - Reinigungsaktion am Rhein bei Königswinter

Anlässlich des „Coastal Cleanup Day“ haben das Sea Life Center Königswinter gemeinsam mit der...


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