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22.04.2017 –  aus der Kategorie: Verband
Von: Hanns Hönigs

RhFV zeigt Flagge - keine Angelverbote in den AWZ

Zusammen mit vielen Anglern aus weiten Teilen der Republik demonstrierten RhFV-Mitglieder auf Fehmarn gegen die vom Bundesumweltministerium (BMUB) geplanten Angelverbote. Neben dem RhFV waren auch Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, dem Saarland, Weser-Ems und Hessen anwesend, um nur einige zu nennen.

Mit falschen und/oder unbewiesenen Behauptungen will das Ministerium von Barbara Hendricks (vielleicht kann man die Frau auch in den Adelsstand erheben, zum Beispiel "Baronin von ...") umfassende Angelverbote in den Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) von Nord- und Ostsee durchboxen.

Gemeinsam mit ihrem Adlatus, dem Ex-NABU-Vorsitzenden Jochen Flasbarth, will das BMUB die Angler immer weiter einschränken. Zu ihrem Standart(rechtfertigungs)-spruch gehört

"Das kommt von der EU"

Das ist aber nachgewiesenermaßen falsch, den die EU fordert keine Einschränkungen für Angler oder Fischer.

Am 22. April 2017 hatte das Orgateam der Anglerdemo unter Leitung von Lars Wernicke zur Anglerdemo nach Fehmarn eingeladen.

Vor der geplanten Bootsdemo fand im Rahmen der Fishing Masters Show eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Reiner Korn (Blogger, Meeresangler und Journalist) statt.

Als Teilnehmer standen auf der Bühne:

 

  • Ingo Gädichens (CDU Bundestagsabgeordneter)
  • Bernd Fischer (Geschäftsführer Tourismusverband Meck-Pomm)
  • Bettina Hagedorn (SPD-Bundestagsabgeordnete)
  • Dr. Harry Strehlow (Thünen-Institut)
  • Patrick Owomoyela (ehemaliger Fußballer und Meeresangler)
  • Thomas Finkbeiner (Anglerboard)
  • Lars Wernicke (Organisator)

 

Bereits mit den Eingangsfragen entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, bei dem sich die SPD-Abgeordnete Bettina Hagedorn weder mit Ruhm noch mit Wissen bekleckern konnte. Sie wollte immer wieder den anwesenden Fachleuten und dem Publikum (alles Angler und Verbandsvertreter) vorgaukeln, dass die Unterschutzstellung und das damit verbundene Angelverbot auf Grund eines durch die EU angestrengten Vertragsverletzungsverfahrens erfolgen musste - ist natürlich gelogen (sorry, anders kann man diese Aussage nicht bezeichnen), denn die EU fordert in keinster Weise ein Angelverbot. So etwas gibt es nur in Deutschland!

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädichens bezog mit seinen Aussagen klar und deutlich gegen die Angelverbote des Koalitionspartners SPD Stellung: es gibt bis heute immer noch keine Begründung (geschwiegen denn belastbare Begründungen) für die Angelverbote. Die CDU wird dem Angelverboten in den AWZ nicht zustimmen.

Auf die Fragen von Lars Wernicke, wie es die SPD denn begründen wolle, dass zwar Segler, Motorboote aller Größen oder auch Kabelverlegungen in den Schutzgebieten erlaubt seien, aber Angler ausgesperrt würden, gab es KEINE Antwort. Dafür aber verwahrte sich die Dame gegen die Behauptung, dass sie nicht aus einer Anglerfamilie komme nur weil der Sohn angelt.

Auch die Präsidentin des DAFV, Frau Dr. Happach-Kasan, fand ungewohnt deutliche Worte:

Keine Angelverbote ohne nachvollziehbare Gründe - und diese sind bis heute nicht geliefert worden.

Hierfür bekam sie entsprechend großen Applaus.

Harry Strehlow vom Thünen-Institutsprach sich für sinnvolles Bestandsmanagement beim Dorsch aus, auch die selektive Entnahme ist ein solches. Nicht jeder Dorsch, der dem Angler an den Haken geht, muss gleich abgenickt werden.

Zum Schluss gab es auf die Frage von Lars Wernicke, wo den der von SPD-Kanzlerkandidat Schulz als zu schützende "kleine Mann" anfange oder aufhöre, von Frau Hagedorn die Verfügung des Angelverbotes aus dem Umweltministerium: statt 100 % Schutzzone gibt es doch nur knapp 25 % Schutzzone. Das sei ein toller Erfolg der stattgefunden Gespräche.

Allerdings mit einem klitzekleinem Schönheitsfehler: ohne jegliche Begründung

Leider musste die Bootsdemo wegen zu starkem Wind abgesagt werden, aber auch so konnte gezeigt werden, dass Angler auch zusammen stehen können. Wir dürfen den Druck nicht schwächer werden lassen.

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