Lachsfest in Siegburg

Übergabe der Lachs-Patenschaftsurkunden

Foto: Luettke

Am Buisdorfer Siegwehr, nahe der Fischaufstiegshilfe, eröffnete der Präsident des Fischereiverband Nordrhein – Westfalen e.V., Johannes Nüsse, das diesjährige Lachsfest.

Er wies auf die neue Programmphase des Lachsprogramm hin, die bis zum Jahr 2027 andauert und sich an den Umsetzungszyklus der Wasserrahmenrichtlinie orientiert. Dazu gilt es viele Faktoren im Blick zu haben, die die Wiederansiedlung unserer Wanderfische behindert. Durch die lange Niedrigwasserführung in unseren Flüssen, bedingt durch den heißen und trockenen Sommer, waren noch nicht viele Lachsrückkehrer registriert. Jedoch wenige Tage vor dem Lachsfest war ein Rekordlachs von 113 cm Länge, in die Fangkammer der Monitoring Station geschwommen. In der Station werden die Lachse nicht nur gezählt, sondern geeignete Fische zur Aufzucht schonend entnommen.

Auf der gegenüberliegenden Flussseite, nur einen Steinwurf entfernt zur Monitoring Station befindet sich die Geschäftsstelle des Rheinischen Fischereiverbands von 1880 e.V. und der Sitz der Stiftung Wasserlauf. Reiner Gube, Vorsitzender des Rheinischen Fischereiverbandes und Vorsitzender der Stiftung Wasserlauf NRW, sprach in einem Grußwort seinen Dank aus, an Walter Sollbach und Eva Rohmann, die viele Jahre den Vorsitz der Stiftung Wasserlauf NRW führten. Beide legten wichtige Grundsteine für die Passierbarkeit unserer Flüsse in NRW. Das schon fast 5000 Lachse den Weg zurück zu Ihren Laichgründen gefunden haben, ist aber auch dem Einsatz der vielen amtlichen und ehrenamtlichen Helfer geschuldet, so Gube.

Stolz ist Reiner Gube darauf, dass so viele Schülerinnen und Schüler ein großes Interesse an der Natur haben und Lachspatenschaften übernommen haben. Höhepunkt der Veranstaltung war die Übergabe der Patenschaftsurkunden an die Schulklassen.

Dr. Peter Beeck, vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, sprach von bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen an den ausgewiesenen Lachszielartengewässern Sieg, Wupper und Eifel-Rur. Er betonte, dass dies nur möglich geworden ist, weil die lokalen Anglerinnen und Angler, sowie die Facharbeiter bei den Behörden und Verbänden sich für die Wiederansiedlung des Lachses eingesetzt haben und dies immer noch tun. Dazu müssen in den nächsten Jahren konkrete Wasserbaumaßnahmen umgesetzt werden, die die Ansiedlung unserer Wanderfische voranbringt. Dr. Beeck betonte, dass trotz aller Schwierigkeiten, die Lachsansiedlung an der Sieg, im Ländervergleich das erfolgreichste Projekt in Deutschland ist.

Franz Huhn, Bürgermeister der Stadt Siegburg, betont wie wichtig es ist, nachdem der Klimawandel auch unter Wasser angekommen ist, die Jugend mitzunehmen und an den Rahmenbedingungen zu arbeiten, dass die Dinge sich positiv entwickeln. Besonders hob er Hubert Linden hervor, der im regionalen, sowie im überregionalen Bereich die Lachswiederansiedlung in der Sieg vorangetrieben hat.

Jutta Bergmann-Gries, Bürgermeisterin der Stadt St. Augustin, bedankte sich bei der Stiftung Wasserlauf, die in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Fischereiverband viele Angebote, z.B. Workshops zur Biologie des Lachses oder Gewässerführungen, auch für junge Leute anbietet. Das ist wichtig um aufzuzeigen, welche Auswirkungen der von Menschen gemachte Klimawandel auf unsere Gewässer hat, so Bergmann-Gries.

Armin Nemitz, Biologe beim Rheinischen Fischereiverband, führte die Gesellschaft in die Funktion der Monitoring - Anlage ein und erzählte über die Biologie des Lachses.
Nur in den Oberläufen unserer Flüsse vermehren sich die Lachse. Dazu ziehen die Lachse im Herbst, vom Meer bis zu 5000 Kilometer die Flusssysteme hinauf um dort zu laichen. Die Jungfische wandern im nächsten Frühjahr in die entgegengesetzte Richtung. Noch ist eine Elterntierhaltung und der Besatz mit Brütlingen notwendig, um die Population zu stabilisieren, so Nemitz.

Bildarchiv Lachsfest

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